Bio im Auftrieb

"Die Biobranche wächst unaufhaltsam", das war schon 1995 die Spitzenmeldung von der Bio-Fach, der weltgrößten Fachmesse für Naturprodukte. Und die Zahlen aus der Biobranche bestätigen auch heute diese Aussage:
Im Jahr 2005 gab es in Deutschland mit ökologisch hergestellten Lebensmitteln einen Umsatz von etwa 3.4 Milliarden Euro. Bei den Biosupermärkten war der Umsatz sogar doppelt so hoch. Zu den Publikumsmagneten gehörten zweifellos Biolebensmittel.

Langsam aber sicher spricht sich herum, dass "Bio" kein Modegag, sondern eine Überlebensstrategie ist, ein Muss für die eigene Gesundheit. Verschiedene Umfragen zeigen, dass knapp 60 Prozent der Bürger gelegentlich Bio-Produkte einkaufen. Da biologisch erzeugte Lebensmittel aufwändiger herzustellen sind, sind sie teurer - aber für die Gesundheit ist der Verbraucher bereit, mehr Geld auszugeben.

In Deutschland sinken die Lebensmittelumsätze, aber der Bio-Bereich boomt. Das ist nicht nur an den steigenden Umsätzen im Handel ersichtlich, sondern auch an der steigenden Zahl der Lebensmittel, die das staatliche Bio-Siegel tragen.

Bio-Siegel - ist überall Bio drin, wo Bio draufsteht?
Das Bio-Siegel ist zum Erkennungszeichen für Bio-Produkte geworden. Wer also auf Nummer sicher gehen will, hält nach einem staatlichen, sechseckigen, grünen Bio-Siegel Ausschau.
Ist auf einem Produkt dieses Zeichen drauf, garantiert das: das Produkt stammt aus kontrolliert ökologischem Landbau und entspricht den Bestimmungen der EU-Öko-Verordnung, das heißt, es ist korrekt hergestellt, verarbeitet und kontrolliert.
Die Verordnung verlangt artgerechte Tierhaltung, Verzicht auf gentechnisch veränderte Organismen und überwiegenden Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz.

"Bio" ist in allen Produkten drin, die das staatliche Bio-Siegel tragen, ebenso wie in den Produkten der Öko-Anbauverbände. Der Unterschied aber wird erst im Kleingedruckten ersichtlich.

Die EG-Öko-Verordnung ist nämlich der kleinste gemeinsame Nenner des ökologischen Anbaus in der EU und lässt viele Spielräume offen. Die Richtlinien der ökologischen Anbauverbände gehen in vielen Punkten deutlich über diese Regelung hinaus, sind erheblich strenger.

Laut Informationen des Bundes "Ökologischer Lebenswirtschaft" kommt täglich ein neuer Zeichennutzer und etwa 20 neue Produkte hinzu. Durch dieses Wachstumstempo wird die Öko-Landwirtschaft vor eine große Herausforderung gestellt.

Aber um diese Herausforderung meistern zu können, bedarf es einer korrekten Zusammenarbeit verschiedener Gegebenheiten und Nationen. Die Grundlagen gesunder Nahrung sind durch eine gesunde Umwelt gegeben, aber eine gesunde Umwelt ist nur dann möglich, wenn sich letztlich die ganze Welt daran beteiligt. Der einzelne Bauer ist genauso wichtig wie die Zusammenarbeit mit anderen Staaten, die Massentierhaltung oder die Dritte Welt:
Bei der Ökologisierung der Landwirtschaft sollten vor allem folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Kooperation mit anderen Staaten, die auf sozial- und umweltverträglichen Anbau setzen bzw. ähnliche Strukturen aufweisen, z. B. Schweiz, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark. Aber auch Teile der Mittelmeerländer und Osteuropas könnten sich unserem Aufbruch anschließen.
- Die Bauern machen einen wichtigen Schritt in Richtung eines verstärkten Umweltschutzes und erzeugen gesunde Lebensmittel.
- Der Verzicht der Ökobauern auf billige Futtermittelimporte aus der Dritten Welt, ohne die die gigantische Fleischproduktion via Massentierhaltung in der EU nicht möglich wäre, würde mithelfen, das Hungerproblem in den Entwicklungsländern zu lösen.
- Durch die flächenbezogene Tierhaltung und den Verzicht auf ausländische Futtermittel im biologischen Anbau wäre es möglich, die Massentierhaltung auszuschalten.
- Ein weiteres Problem ist, dass immer weniger Betriebe bereit sind, auf biologischen Anbau umzustellen. Mit dem wachsenden Markt für Bio-Lebensmittel sinken die Preise der Lebensmittel und damit auch die Gewinne für den Bauer bzw. Erzeuger.
- Insofern kann sich der Aufschwung im Bio-Sektor leider auch negativ auswirken: Kommt es zu einer Übernachfrage, die nicht befriedigt werden kann, wird auf Importe aus dem Ausland zurückgegriffen.


Eine Vielzahl an Bio-Schmähs
Der Biomarkt ist zu einem Milliardengeschäft geworden. Kein Wunder, dass es Trittbrettfahrer gibt, die mitverdienen - aber nicht entsprechend anbauen wollen. Wie es so schön heißt: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. Nach diesem Grundsatz sollte jeder Konsument nur den Produkten trauen, deren Herkunft sich bis zum Hersteller zurückverfolgen lässt.
Bezeichnungen wie "Im Einklang mit der Natur", "Naturerlebnis", Natürlich" oder "Nach strengsten Reinheitskriterien ausgewählt" sollen Gutgläubige annehmen lassen, dass es sich um ökologisch produzierte Lebensmittel handelt - leider ist das nicht so. Sogar das Wort "Vollwert" ist eine Worthülse. Also, beim nächsten Biokauf - Augen auf!

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Tierschutzorganisationen
 
National:
1.Animal Peace
2.Animal public
3.Deutscher Tierschutzbund
4.Die Tierschutzpartei
5.Erna-Graff-Stiftung für Tierschutz
6.Menschen für Tierrechte - Bundesverband der 7.Tierversuchsgegner e.V.
8.Pro Animal
9.PROVIEH

International:

1.Animal Liberation Front
2.Animals’ Angels
3.Humane Society of the United States
4.International Fund for Animal Welfare
5.Vier Pfoten
6.PETA(People for the Ethical Treatment of Animals)
Über uns
 
Diese Seite ist enstanden, weil unsere Klasse an
einem Wettbewerb teilnimmt. Aber wir wollen nicht
vom eigentlichen Thema ablenken. Auf dieser Seite versuchen wir sie über MASSENTIERHALTUNG aufzuklären. Über die Nachteile aber auch Vorteile.

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